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Aktuelles

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Aufgrund einiger Nachfragen wird es am 8.9. einen interaktiven Vortrag über Astrologie geben. In der Yoga/ Pilates Galerie in Stuttgart. Vorkenntsnisse sind nicht erforderlich, Fragen aber sehr willkommen.
Indische Astrologie ist seit einigen Jahren mein berufliches Fachgebiet geworden, weil ich ursprünglich aber westliche Astrologie erlernt hatte, können wir gern beide Systeme dabei untersuchen und hinterfragen.

Bei Interesse gern eine kurze Email über diese homepage.

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Ab sofort bietet die Astrovedic-Akademie ein sog. Partnermodell an: Ein Klient, der diese Praxis aufsuchen, jedoch keine lange Wartezeit aufbringen möchte, kann die unter dem “Partnermodel” (link unten) aufgeführten Astrologen konsultieren. Diese dort gelisteten Kollegen, zu denen ich mich auch zählen darf, bearbeiten den Fall bei der Astrovedic-Akademie supervisorisch. Vorteile: Der Klient hat noch mehr fachliche Sicherheit durch die Prüfung seiner Fragestellung zweier kompetenter Astrologen, keine höheren Kosten und bekommt seine Auswertung zügiger. (Die Wartezeiten auf einen Termin betragen derzeit 2-3 Monate).

Wie immer an dieser Akademie sind recht strenge Zugangsvoraussetzungen an dieses Modell gebunden, die einen hohen Ausbildungsstandard, fachliche Kompetenz und eine seriöse Berufsauffassung gewährleisten. https://www.astrovedic.de/cms/index.php?menuid=106
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Auch ich bin der Verpflichtung nachgekommen, meine Datenschutzerklärung zu aktualisieren und zu versenden.
Dabei wurde mir wieder bewusst, wie privat die Preisgabe der Geburtsdaten eines Ratsuchenden gegenüber einem Astrologen letztendlich wirklich sind. Natürlich (und Gott sei Dank!) vergesse ich innerhalb kurzer Zeit nach Bearbeitung eines charts und dem Gespräch wieder die Geschichte und Zusammenhänge der Menschen, die mich konsultieren. Auch die Prognose, die ich gemäß der Fragestellung erarbeite, muss ich jedes Mal neu nachlesen wenn ich Wochen, Monate oder gar Jahre später nochmal danach gefragt werde und mich selbst ins aktuelle Bild bringen soll.
Neue Fälle und Fragen warten, man muss sich immer wieder auf neue Seminare vorbereiten und Kollegen mit ihren aktuellen Fällen weiterhelfen, Seminare aufarbeiten und alten Stoff wiederholen. Und dieser ist im Fall von Jyotish wirklich sehr viel, sehr technisch und dementsprechend anspruchsvoll und fordernd.
Dennoch war ich selbst überrascht, welche Fülle an Informationen in den Ordnern voller readings über die Jahre hinterlegt waren. Für den Klienten einer astrologischen Praxis mag es so erscheinen, als wisse der Astrologe über jede Kleinigkeit des Lebens seiner Besucher bescheid. Dem ist aber nicht so.
Aus Erfahrung kann ich versichern: Jeder professionelle Astrologe ist froh, wenn er Dinge möglichst schnell vergessen kann um sich selbst nicht zu belasten und den Kopf frei für den nächsten wichtigen Klienten zu haben.
Mir wurde in diesem Moment aber einmal mehr vor Augen geführt, welch verantwortungsvolle Aufgabe ein seriöser Astrologe hat. Mit welchem Vertrauensvorschuss sich seine Klienten an ihn mit der Preisgabe ihrer Geburtsdaten wenden. Meist ohne es zu wissen oder zu ahnen. Und dass man als gut ausgebildeter Astrologe wirklich schätzen muss, welches Werkzeug zu einer sinnvollen und hilfreichen beruflichen Ausübung man von seinen Lehrern,  Mentoren und in diesem Fall von einer fremden Kultur vermittelt bakam.
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Fundus: Eine hochinteressante Dissertation (aus 2005)  über die jahrtausende alte Tradition von “Grahasanti”, also der rituellen Besänftigung bzw. Stärkung in Teilen des Hinduismus, in dem die 9 Planeten unseres Sonnensystems von Alters her integraler Bestandteil sind: Lesenswert in dem Zusammenhang, S. 32-159.

Manche Klienten haben in meiner Praxis tatsächlich den Rat bekommen, Grahsanti zu verfolgen. Es ist relativ leicht technisch umzusetzen, kann aber mit entsprechender Ernsthaftigkeit und Disziplin enorm hilfreich sein. Ich habe mir von der Autorin dieser Arbeit die Genehmigung eingeholt, diese Arbeit zu verlinken und kann sie – zumal aus wissenschaftlichem Interesse heraus, aber auch zum Verständnis, was sich nach hinduistischer und kulturell verwandter Vorstellung hinter dem Konzept verbirgt sehr empfehlen:

http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/5897/2/ProzessHeidok.pdf

Im November 2017

geht es wieder auf Seminarreise nach Indien. Diesmal sehr weit in den Norden nach Rishikesh im Staat Uttarakhand, nahe der Grenze zu Pakistan, Tibet und Nepal. Einmal mehr haben wir dort die Gelegenheit, Prof Sekhar zum Thema Partnerschaftsastrologie und Gayatri Devi Vasudev zum Thema Prashna- Techniken zu hören. Mit einigen Mitstudenten werde ich anschließend noch eine Backpacking Tour starten und auf eigene Faust durch die Region reisen. Vom 1.10.-26.10 werde ich deshalb nicht in Deutschland sein

Palmblattsuche 2015 in Südindien-Ein Reise-und Erfahrungsbericht

Im November/ Dezember 2015 fand wieder ein sehr lehrreiches Jyotish-Seminar mit Prof Sekhar in Cochin/ Südindien statt.

Zwei Jahre zuvor war ich in Eile und kehrte gleich nach dem Seminar wieder nach Europa zurück. Deshalb habe ich mir diesmal mehr Zeit mitgenommen und den Besuch in einer Palmblattbibliothek an der Ostküste Südindiens organisiert.

Im Vorfeld hatte ich durch einen indischen Bekannten in Deutschland einige Berichte über die Vorgehensweise dieses Nadi-Readers erfahren und diese deckte sich mit der, die uns von unserer Akademieleiterin Gudrun Lewis- Schellenbeck seit Jahren ans Herz gelegt wird:

Die Suche nach dem zutreffenden Palmblatt soll über den Daumenabdruck erfolgen und tunlichst nicht über die Geburtsdaten, weil das Auslesen des Geburtshoroskopes anderenfalls für einen gut geschulten indischen Astrologen keine große Sache ist. 

zufrieden mit der Arbeitsweise

zufrieden mit der Arbeitsweise

Bereits im März in der Vorplanung auf die Seminarreise wurde der Termin für den 11.12.2015 durch eine Kontaktperson vor Ort vereinbart. Wir planten drei Tage Aufenthalt ein, denn die Praxis ist dafür bekannt, dass manchmal bereits im ersten Kandam/Canto (Kapitel) eine remedy mitgeteilt wird, die sich lohnt zu erfüllen. Denn oft werden die Prognosen vorbehaltlich dieser remedy vorgetragen.

Gegen Ende der Seminarwoche zeichnete sich allerdings durch die drastische Flutkatastrophe an der Ostküste ein typisches Vorkommnis ab: Man plant eine solche Reise und durch widrige Umstände wird der Besuch erschwert, verzögert oder gar vereitelt. So wurde gleich die erste Zugverbindung in die Stadt Coimbatore wegen Störung der Bahngleise gestrichen und unser Reiseplan drohte zu verwässern. Bereits vor 2 Jahren hatte ich von mehreren Quellen die Kontaktnummer einer Palmblattbibliothek nahe Bangalore genannt bekommen, über Monate dort aber niemanden erreicht. Damals war die Zeit offenbar „noch nicht reif” für ein solches reading.

Weil mein Bekannter ein sehr gewiefter Projektmanager ist, gelang es ihm aber, den manchmal auf die Stunde genau getakteten Reiseplan ab dem 2. Tag wieder aufzufangen und er brachte mich insgesamt zu den “top ten-Pilgerstätten“ Südindiens. Unter anderem der Sri Meenakshi Tempel in Madurai, den riesigen Tempel von Rameshwaram sowie den ebenfalls gigantischen Brihadishvara-Tempel aus Rotsandstein in Thanjavur. Als Mitglied einer Architektenorganisation und Bramahne konnte er mir viele Hintergrundinformationen über die Bauten vermitteln und ich war sehr froh, dass sich seine Erklärungen und Erläuterungen über die Riten und Praktiken der Priester mit all dem deckten, was wir vor 2 Jahren im letzten Seminar bei Prof Sekhar vermittelt bekamen. So konnten ganz langsam bereits bekannte Informationen mit veranschaulichender Praxisnähe etwas verschmelzen. Nicht jeden Tempel durfte ich bis ins Innerste betreten, manche sind  Hindus vorbehalten, das muss und sollte man respektieren.

Brihadishvara-Tempel/Thanjavur

Brihadishvara-Tempel/Thanjavur

“Nandī ”, नन्दी. Das Reitgefährt der Gottheit Shiva. Hier ca. 3 Meter hoch

Brihadishvara-Tempel/Thanjavur

Brihadishvara-Tempel/Thanjavur

Pradhosam Puja am 21.2.2016

“Pradhosam Puja” am 21.2.2016

Ein Tempel aber ist mir ganz besonders in Erinnerung geblieben: Der Thiruthalinathar Tempel in Thirupattur.

Einer der ganz seltenen, in dem die 27 Nakshatras in Form von Murthis (Verehrungsbüsten) aufgestellt sind, was ich als Astrologe natürlich sehr interessant fand und in dem ich promt von einem jungen Mann angesprochen wurde. Er hatte von meinen Freunden erfahren, womit ich mich beschäftige und wollte seine Zukunft basierend auf seinem Nakshatra Bharani erfahren. Ich lehnte das selbstverständlich ab, denn erstens ist ein Tempel nicht der richtige Ort für solch eine Unterhaltung.

Zweitens aber zeigt diese Frage jedoch, wie in Indien mit diesem Thema teils umgegangen wird: Gemessen an unseren Ausbildungsstandards gearadezu prekär oberflächlich. Mein befreundeter Brahmane meinte im Nachgang dazu: „Viele hiesige Astrologen hätten gegen eine Gebühr von 50 Rupies irgendetwas erzählt, gut, dass Du das nicht gemacht hast“.

Am 11.12. also betrat ich die Praxis des Nadi Readers und vermied jedes überflüssige Wort, das irgendetwas über mich preisgeben könnte, inklusive meines Namens. Mein Daumenabruck wurde drei Mal auf einem Blatt Papier abgenommen und etwa 15 Minuten später fand ich mich im Besprechungszimmer des Astrologen wieder. Auf dem Tisch 3 bundles zu je ca 40 Blättern mit etwa 35 cm langen Holztafeln. Die Fragetechnik war simpel und üblich: Bei jeder “Nein-Antwort” blätterte er eine Tafel weiter und bei jeder “Ja-Antwort” las er weiter, bis sich eine Nein-Antwort ergab. Gegen Ende des 3. bundles war es dann zu meinem großen Erstaunen ganz offensichtlich soweit:

  • Die konkreten Namen meiner Eltern und mein eigener Name, der Name meiner damaligen Lebensgefährtin, die Anzahl meiner Geschwister (verstorben sowie lebendig) wurden genannt. Auch deren Berufsausübung und die Umstände des Ablebens. Meine beruflichen Tätigkeiten und mein Alter. Erkrankungen, Operationen – auch die meiner Eltern, meine Wohnsituation, mein Gesundheitszustand aktuell und meines bisherigen Lebens. Ein gegenwärtiges Gerichtsverfahren (das ich am Tag meiner Abreise nach Indien 2 Wochen zuvor bei Gericht in Deutschland erheben musste um eine Verfristung zu vermeiden!).

Ich muss also exakt zu richtigen Zeitpunkt dort erschienen sein, denn noch zwei Wochen vorher hätte ich genau diese letzte Prüffrage verneinen müssen. Da bis dorthin schon etwa 90 Minuten vergangen waren und sich die Praxis mit weiteren Besuchern füllte, gab ich 4 weitere Kandams in Auftrag und wir vereinbarten einen Folgetermin für den kommenden Tag. An diesem Tag wurde mir auf Wunsch u.a. auch mein 13. Kandam verlesen, dass dem Dwadashamsa – dem D12 im Jyotish, entspricht.

Da es einige Zeit dauern wird, bis sich das Gehörte verdaut und verarbeitet haben wird nur dies: Die Schilderung dieses Kandams entsprich sehr konkret meinen Vermutungen und Ahnungen. Wäre ich Wochen zuvor gefragt worden, was sich darin wohl findet, hätte ich es vermutlich (aber nicht ganz so konkret) in etwa so skizziert. Um so eingängiger  empfand ich deshalb die Schilderung dieses Astrologen. Die Remedie hierzu wurde auch genannt, da sie aber vergleichsweise Aufwendig ist (mindestens 3 weitere Tage Aufenthalt und der Besuch von 4 unterschiedlichen Tempeln), habe ich mich mit meinem befreundeten Bramahnen entschieden, diese Reise 2016 oder spätestens 2019 erneut anzusetzen. Mir persönlich ist es lieber und erscheint es sinnvoller, diese remedy bewusst, mit gewisser Aufmerksam- und Achtsamkeit und ohne jede Hetze zu begehen, als diese wichtigen Stationen quasi en passant “abzufrühstücken”. Dazu war mir das Erlebnis zu eindrücklich.

Wer den Mut und das Vertrauen aufbringt, solch einen Besuch ins Auge zu fassen, dem kann ich das empfehlen. Letztlich wird sich das Antreffen in einer solchen Praxis nach allem Erlebten ohnehin zum richtigen Zeitpunkt ergeben oder eben nicht. Wer die Empfehlungen soweit beherzigt (sein Geburtsdatum und Angaben aus seinem indischen Horoskop nicht zu nennen), kann unter der Voraussetzung, dass sein Palmblatt existiert, hierbei eine sehr spannende Erfahrung machen.

Insbesondere für das 13. Kandam aber braucht man etwas Nervenstärke und einen gereiften Zugang zu dem, was man nach indischer Philosophie als “Karma” bezeichnet. Ich konnte mir bis zu den eingängigen Seminaren bei Prof Sekhar unter dem für uns Westler etwas schwammigen und theoretischen Begriff vergleichsweise wenig vorstellen und habe nun soetwas wie Gewissheit und eine griffige Vorgeschichte an der Hand. Wie bei jedem Besuch einer Praxis, die mit prognostischen Instrumenten arbeitet, sollte man aber sehr kritisch sein. Bei allen positiven Dingen, die mir prognostiziert wurden: Ihre Richtigkeit kann erst mit dem objektivierbaren Eintreffen verifiziert oder als falsch befunden werden. Wer näheres erfahren oder gar Kontakt aufnehmen möchte, kann mich gern anschreiben.

Nadi reading in Tiruchirappalli

Nadi reading in Tiruchirappalli

Nadi reading in Tiruchirappalli

Nadi reading in Tiruchirappalli

Palmblatt

Palmblatt

Im Folgenden finden Sie empfohlene Institute: 

Goldschmiedemeisterin Astrid Reick, Hamburg Sollten Sie auf Nachfrage von mir oder einem meiner Kollegen einen solchen Stein empfohlen bekommen, haben Sie hier eine seriöse und fachkundige Ansprechpartnerin, die Sie bei der Auswahl des richtigen Steines berät. “Jyotish ist die vedische Astrologie und kommt wie der Ayurveda aus den alten, indischen Schriften, dem Veda. Das besondere an der vedischen Astrologie ist, dass sie Methoden liefert, mit denen ungünstige Planeteneinflüsse harmonisiert werden. Eine besonders schöne Methode hierfür ist das Tragen von Edelsteinen. Ein Jyotish Schmuckstück wird nach dem Geburtshoroskop des Trägers oder der Trägerin ausgewählt. Nachdem der passende Jyotish Stein gefunden ist, wird die Fassung individuell und nach den entsprechenden Kriterien angefertigt.”

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Homepage Astrid Reick Hamburg

Astrovedic-Akademie: http://www.astrovedic.de

Astrovedic-Akademie

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