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Vita und Ausbildung

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Wie durch einen Zufall kam ich 1996 mit einem westlich arbeitenden Berufsastrologen in Kontakt. Bis dorthin waren mir die verschiedenen Tierkreiszeichen der Astrologie und ihre zugesprochenen „Eigenschaften“ durchaus geläufig. Einen Zusammenhang zwischen Horoskopen und dem menschlichen Leben aber hatte ich als irrational belächelt.

Marcello Michelutti

Marcello Michelutti

Ich war seit Kindestagen regelmäßiger Besucher nahezu jedes neuen Programmes des Planetariums meiner Stadt und besuche diese Vorstellungen nach wie vor. Die Frage nach „Schicksal“ war für mich wie für viele Menschen ein Mysterium, dessen Erklärung keinesfalls „in den Sternen” stehen konnte.

Die detaillierte Beschreibung in einem astrologischen reading empfand ich verblüffend und begann, mich selbst intensiv mit der Materie zu beschäftigen.

Ich lernte, aus wie vielen Teilen ein vollständiges Horoskop besteht und mit welch mühevoller Arbeit ein Astrologe diese Elemente zu einem Gesamtbild zusammensetzt. Ich begann, Astrologie unter seiner Anleitung zu erlernen.

Einige Jahre und unzählige astrologische Analysen später machte ich durch die Begegnung mit meinem ersten, bis heute sehr geschätzten Jyotish-Mentor eine irritierende und aufrüttelnde Erfahrung:

Er stellte mir prüfend einige Fragen zu Astrologie allgemein und zu einigen konkreten Horoskopen sehr speziell, die ich mit den mir bis dahin zur Verfügung stehenden Methoden und Techniken nicht beantworten konnte. Beispielsweise unter der Vorlage zweier Horoskope:

Einer dieser beiden Menschen ist blind. Welcher der beiden?

Fragen, die ein indischer Astrologe traditionell routiniert zu beantworten hat.

Nichts ahnend öffnete er mir damit die Tür nach Indien und damit zur Urmutter der Astrologie und machte mich mit „der Höhle des Löwen“ spiritueller Lehren bekannt: Jyotish.

Die älteste Form tradierter Astrologie, die mich faszinierend in den Bann zog und fortan meine Zeit und meine Aufmerksamkeit voll beanspruchte.

Ich habe eine seriöse und gründliche Präsenzausbildung bei der Astrovedic-Akademie abgeschlossen und eine konzepte, mehrgliedrige Prüfung abgelegt. Die Ausbildung ist an den Anforderungen einer astrologischen Vollzeitpraxis ausgerichtet.

Als Astrologe bin ich selbst vor einigen Jahren aus der Kirche ausgetreten und sehe mich als religiös und weltanschaulich frei.

Astrovedic Akademie

Astrovedic Akademie

Mein indischer Prüfer war Viney Aditya aus Delhi, der Zweitprüfer Rafael Gil Brand aus Deutschland. Ich bilde mich fortwährend durch Seminare weiter, die teils von indischen teils von klassisch arbeitenden amerikanischen Referenten wie z.B. James Kelleher, Gayatri Devi Vasudev oder Nalini Kanta begleitet werden. Ich reise regelmäßig nach Indien um bei Prof. Jaya Sekhar vor Ort an seinen Seminarreihen teilzunehmen. Als Mitglied der EV-VA e.V., der Europäische Vereinigung für Vedische Astrologie e.V., besuche ich die international organisierten Kongresse des Verbandes unter der Leitung der Astrovedic-Akademie. Dort belege ich auch fortwährend Seminare zur Weiterbildung und Vertiefung. Diese Akademie zählt eine Auswahl der führenden indischen Astrologen zu Ihren Referenten. Ebenso sehe ich mich den gefühlten qualitativen Beratungsansprüchen dieser Akademie, der ich meine Ausbildung und erfolgreiche Prüfungen verdanke, verpflichtet. Diese Ansprüche, die mir seitens der Akademie nicht auferlegt wurden, sind:

  • Jyotish gegenüber den Besuchern meiner Praxis mit der mir größtmöglichen Sensibilität, gleichzeitig aber auch Seriosität, Authentizität und Integrität als ein Instrument anzuwenden, das lediglich in umsichtigen Händen  gute Arbeit leisten kann
  • Die Anliegen meiner Besucher ernst und während eines readings als gegenwärtig anzuerkennen um ihnen hilfreich zur Seite zu stehen, auch wenn sie in diesem Moment meinen persönlichen Ansichten nicht entsprechen
  • Astrologische Gutachten abzulehnen oder an eine kompetente Partnerpraxis zu verweisen, wenn ich im Anamnesegespräch bereits abschätzen kann, dass ich im Rahmen des mir Möglichen diese Fragen nicht zum Wohle eines Besuchers zu beantworten vermag
  • Bei erfragten Prognosen auf die Zukunft zu erkennen gebe, wenn die Dimension der Prognose meinen Kenntnis- Ausbildungs- und Erfahrungsstand übersteigt, anstatt Lebensumstände zu bagatellisieren und als Astrologe in ausweichende Antworten zu flüchten
  • Ein reading im Extremfall unter Zurückweisung jeder Entlohnung abzubrechen, wenn sich herausstellt, dass Jyotish durch diesen Auftrag lediglich “getestet” und der Neugierde halber “erprobt” werden sollte, der Besucher  also nicht authentisch und zumindest der Materie gegenüber mit dem gebotenen Respekt nach Antworten sucht, die er sich durch eine solche  Konsultation erhofft.

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Ist Jyotish die “Astrologie der Zukunft”?

Warum hat indische Lehre, die wir hier gern mit dem Begriff „Spiritualität“ in Verbindung bringen, seit Alexander dem Großen und seinem „interkulturellen Import“, wachsende Anhänger? Warum wurden Yoga und Ayurveda immer salonfähiger? Und warum öffnen in den letzten 100 Jahren so viele westlich arbeitende Kollegen den Blick über das westlich-astrologische System hinaus und gehen interessiert durch diese geheimnisvolle und fremde Tür?

Zu diesen Fragen möchte ich einige Überlegungen und Anregungen geben – als Astrologe, der mittlerweile beide Schulen in der angewandten Praxis durchlaufen ist.

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